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Phosphorrückgewinnung

Die Rückgewinnung von Phosphor aus dem Abwasser stellt zwar keine Energienutzung im eigentlichen Sinn dar. Jedoch ist sie aus mehreren Gründen auch aus Umwelt- und Energiesicht zu befürworten:

  • Der Abbau phosphathaltiger Gesteine ist mit großen Landschaftsveränderungen verbunden (nur ca. 1 % P-Anteil im Gestein).
  • Die Hauptvorkommen befinden sich in nur sehr wenigen, möglicherweise politisch instabilen Regionen.
  • Die Gewinnung ist sehr energie- und kostenintensiv, vor allem, weil der weltweite Verbrauch sehr hoch liegt: 176 Mio. t im Jahr 2010 (US Geological Survey).
  • Die Menge der weltweiten Reserven ist unsicher – sicher ist, dass der Abbau tendenziell schwieriger und teurer werden wird – die Preise haben sich in den letzten Jahren in etwa vervierfacht.
  • Phosphor muss nach Österreich importiert werden. Die Rückgewinnung könnte bei Anwendung wettbewerbsfähiger Verfahren langfristig die Transportwege erheblich verkürzen und die Handelsbilanz verbessern.

Der Großteil des Phosphors aus dem Abwasser befindet sich im Klärschlamm. Sämtliche Verfahren zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm sind derzeit noch nicht wirtschaftlich wettbewerbsfähig. Mit der breiteren Anwendung der P-Rückgewinnung aus Klärschlamm und gleichzeitig steigenden Phosphorpreisen könnte sich dieses Verhältnis bald umkehren.

Im Klärschlamm sind natürlich viele andere Stoffe (Metalle, organische Verbindungen) enthalten. Eine wirtschaftliche Rückgewinnung wird derzeit nur bei Phosphor erwartet.

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